Plattform-Kapitalismus


Author: Nick Srnicek
Publisher: Hamburger Edition HIS
ISBN: 386854934X
Category: Political Science
Page: 144
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Was vereint Google, Facebook, Apple, Microsoft, Monsanto, Uber und Airbnb? Sie alle sind Unternehmen, die Hardware und Software für andere bereitstellen, mit dem Ziel, möglichst geschlossene sozio-ökonomische Tech-Systeme zu schaffen. Google kontrolliert die Recherche, Facebook regiert Social Media und Amazon ist führend beim E-Commerce. Doch nicht nur Technologie-Unternehmen bauen Plattformen auf, auch Traditionsfirmen wie Siemens entwickeln ein cloudbasiertes Produktionssystem. Plattformen sind in der Lage, immense Daten zu gewinnen, zu nutzen und zu verkaufen – Monopolisierungstendenzen sind die "natürliche" Folge. Sind wir auf dem Weg in einen digitalen Monopolkapitalismus? Diese Streitschrift ist unerlässlich für alle, die verstehen wollen, wie die mächtigsten technologischen Unternehmen unserer Zeit die globale Ökonomie verändern.

Die Macht der digitalen Plattformen

Wegweiser im Zeitalter einer expandierenden Digitalsphäre und künstlicher Intelligenz
Author: Michael Jaekel
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3658191783
Category: Computers
Page: 303
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Dieses Buch bietet eine Einführung in die komplexe Welt digitaler Plattformen, ihr Wesen wird verständlich vermittelt und an Praxisbeispielen aufgezeigt. Damit beleuchtet der Autor ein charakterisierendes Kernelement der Digitalisierung. Ein besseres Verständnis für das Wesen und die Macht digitaler Plattformen ist dringend notwendig, denn digitale Plattformen spielen zunehmend eine strategische Rolle in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen. Der Autor erläutert die Kernbausteine und die inneren Mechanismen digitaler Plattformen. Hinzu kommen Anregungen und Prinzipien für das Design digitaler Plattform-Ökosysteme.

Im Bann der Plattformen

Die nächste Runde der Netzkritik (übersetzt aus dem Englischen von Andreas Kallfelz)
Author: Geert Lovink
Publisher: transcript Verlag
ISBN: 3839433681
Category: Social Science
Page: 268
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Die digitale Welt im Post-Snowden-Zeitalter: Wir wissen, dass wir unter Überwachung stehen, aber machen weiter, als ob es nichts zu bedeuten hätte. Obwohl Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon unsere Privatsphäre immer stärker infiltrieren, bleibt die Nutzung der sozialen Medien ungebrochen - unterstützt durch immer kleinere Geräte, die sich fest in unseren Alltag eingenistet haben. Wir sind hin- und hergeworfen zwischen Angst vor Abhängigkeit und verdeckter Obsession. Mit diesem fünften Teil seiner laufenden Untersuchungen zur kritischen Internetkultur taucht der niederländische Medientheoretiker Geert Lovink in die paradoxe Welt der neuen digitalen Normalität ein: Wohin bewegen sich Kunst, Kultur und Kritik, wenn sich das Digitale immer mehr in den Hintergrund des Alltags einfügt? Der Band behandelt u.a. die Selfie-Kultur, die Internet-Fixierung des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Franzen, das Internet in Uganda, die Ästhetik von Anonymous und die Anatomie der Bitcoin-Religion: Wird die Geldschaffung durch Cyber-Währungen und Crowdfunding zu einer Neuverteilung des Reichtums beitragen oder die Kluft zwischen reich und arm eher vergrößern? Was wird in diesem Zeitalter des Freien das Einkommensmodell der 99% sein? Geert Lovink zeichnet nicht einfach ein düsteres Bild der leeren Wirklichkeit einer 24/7-Kommunikation, sondern zeigt auch radikale Alternativen hierzu auf.

Die publizistische Gesellschaft

Journalismus und Medien im Zeitalter des Plattformkapitalismus
Author: Christian Humborg,Thuy Anh Nguyen
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3658209593
Category: Language Arts & Disciplines
Page: 53
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In diesem essential wird der radikale Wandel der Medien und des Journalismus durch den Aufstieg der Plattformen beschrieben. Es wird gezeigt, wie neue Akteure mit neuen Herangehensweisen auf die Bühne treten. Denn durch die aufgezeigten Veränderungen kann jeder Mensch ohne besonderen Sachverstand weltweit publizieren. Dies verändert grundlegend die Produktionsweisen und Geschäftsmodelle der Medien und des Journalismus selbst, denn jeder Mensch wird zum Publizisten. Die Plattformen diktieren die Spielregeln wer publiziert, wie publiziert wird und wer damit Geld verdienen kann. Dies ist aber nicht nur Bedrohung, sondern auch eine große Chance für den Journalismus.

Die Zukunft des Kapitalismus


Author: Corinne Michaela Flick
Publisher: Wallstein Verlag
ISBN: 3835343394
Category: History
Page: 296
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Zur Debatte: Der Kapitalismus im 21. Jahrhundert. In unserer sich rapide wandelnden Welt scheint die Zukunft unseres Wirtschaftssystems - des Kapitalismus - unvorhersehbarer denn je: Die seit wenigen Jahrzehnten voranschreitende Digitalisierung zeichnet sich bereits jetzt durch drastische Veränderungen auf unserem Arbeitsmarkt ab. Die intensivierte Globalisierung hat neue Formen des Kapitalismus hervorgebracht, die sich von westlichen freien Marktwirtschaften deutlich unterscheiden. Die Kapitalismuskritik stellt derzeit eine weitere Herausforderung für unser Wirtschaftssystem dar. Der vorliegende Band widmet sich der Zukunft des Kapitalismus aus unterschiedlichen Perspektiven, will konstruktiv nach vorne blicken und somit unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft mitgestalten. Es steht die Frage im Fokus, wie sich der Kapitalismus wandeln muss, damit er weiterhin ein erfolgreiches Modell für unsere Gesellschaft bleibt und noch mehr Menschen am Kapitalismus partizipieren bzw. von ihm profitieren können. Mit Beiträgen von Bazon Brock, Kai A. Konrad, Justin Yifu Lin, Rudolf Mellinghoff, Timo Meynhardt, Hans Ulrich Obrist, Stefan Oschmann, Jörg Rocholl, Wolfgang Schön u. a.

Das Kapital sind wir

Zur Kritik der digitalen Ökonomie
Author: Timo Daum
Publisher: Edition Nautilus
ISBN: 3960540590
Category: Computers
Page: 224
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Was passiert, wenn sich Unternehmen Menschheitsaufgaben zum Ziel setzen? Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der das Internet zur Meta-Struktur einer neuartigen, digitalen Ökonomie wird? Internet-Monopole sind allgegenwärtig, deren Ziel nicht mehr die fabrikmäßige Herstellung von Waren und deren Verkauf ist, sondern die Organisation des Zugangs zu Wissen und Information selbst. Ob es darum geht, die ganze Erde zu kartieren oder alle Freundschaften der Welt zu organisieren – im digitalen Kapitalismus werden Algorithmen zur wichtigsten Maschine, Daten zum essenziellen Rohstoff und Informationen zur Ware Nummer eins. Der digitale Kapitalismus beutet immer weniger lebendige Arbeit direkt aus. Stattdessen halten wir, die User, ihn mit unserer Aktivität auf den digitalen Plattformen am Leben: User Generated Capitalism. Ein Heer von Mikro-Entrepreneuren, befreit von Festanstellungsverträgen und gesetzlichen Regelungen, versucht in den Prärien des digitalen Wilden Westens sein Glück: Jeder kann für fünfzehn Minuten ein Unternehmer sein! Und hält sich sonst mit dem bedingungslosen Grundeinkommen über Wasser – dem mit Deregulierung und Vereinzelung bestens kompatiblen "Sozial"-System des digitalen Kapitalismus. Kritik, die auf Datensammelwut oder Zersplitterung von Arbeitsverhältnissen fokussiert ist, greift zu kurz. Oft wird der digitale Kapitalismus vom Standpunkt des Vor-Digitalen aus kritisiert und entweder verleugnet oder verharmlost: der Informations-Kapitalismus scheitere an sich selbst. Der Kapitalismus ist aber nicht in der Krise, er wird auch nicht zum Post-Kapitalismus, im Gegenteil: er macht das Kyoto-Protokoll zu seiner Agenda und tritt an, eine postfossile kapitalistische Ära zu begründen. Und mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos etwa fordert der digitale Kapitalismus den Fordismus auf dessen ureigenem Terrain heraus, wenn er sein iconic product – das Automobil – umdefiniert zu Mobilität als IT-Service.

Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus

Eine grundlegende Untersuchung am Fallbeispiel Airbnb und Couchsurfing
Author: Adrian Kurtin
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 366860746X
Category: Business & Economics
Page: 73
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Der Begriff der Sharing Economy steht für eine Entwicklung, die während der letzten Jahre immer mehr an Relevanz gewonnen hat. Dabei wird der Ausdruck Sharing Economy meistens als Überbegriff verstanden. Dieser Überbegriff bezeichnet einen Trend. Personen tauschen und teilen über das Internet Güter und Dienstleistungen, anstatt diese zu kaufen. Gleichzeitig beruht die Wirtschaft der westlichen Welt auf einem ausgeprägten Konsumgedanken. Dieser führt dazu, dass Menschen viele Güter(Ressourcen) ansammeln, aber diese Ressourcen oft nicht benutzen. Hier setzt der Gedanke der Sharing Economy an. Bereits existierende Ressourcen sollen effizienter genutzt werden, anstatt sie neu zu kaufen. Im Zusammenhang mit der Sharing Economy kommen Unternehmen ins Spiel, die diesen Austausch über digitale Plattformen organisieren und monetarisieren. Freie und nicht genutzte Ressourcen (z.B. Wohnraum) und Leistungen werden über die digitalen Plattformen vernetzt und somit sichtbar und zugänglich gemacht. Gegen dieses Konzept wurden viele Stimmen laut. So wird der Sharing Economy zwar mitunter eine transformative und systemverändernde Kraft zugeschrieben, aber es werden auch Unternehmen kritisiert, die aus zuvor kostenfreien Praktiken einer Gemeinschaft wirtschaftliches Kapital schlagen. Diese Publikation will den Kern der Debatte, welche längst keine rein ökonomische mehr ist, freigelegen. Worin liegen die Ursprünge der unterschiedlichen Strömungen, die das Spannungsfeld rund um die Sharing Economy ausmachen? Nachdem der grundlegende Diskurs geklärt und eine neutrale Untersuchung möglich wird, setzt der Autor mit seiner Analyse am Fallbeispiel Airbnb und Couchsurfing an, um die Sharing Economy als viel diskutierten Trend und Teil einer größeren technologischen Entwicklung zu beleuchten.

QUIZ

Roman
Author: Günter Hack
Publisher: BoD – Books on Demand
ISBN: 3944195167
Category: Fiction
Page: 248
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Das Internet hat seine Kinder gefressen, was nun? Kevin braucht Geld, aber es gibt keine Jobs. Er arbeitet als Testperson für Schmerzmaschinen. Sein einziger Ausweg: QUIZ. Susanne ist TV-Journalistin, aber das Fernsehen stirbt. Der Boss dreht ihre Sendung ab. Ihre letzte Chance: QUIZ. Doktor Müller ist neudaoistischer Nationalsozialist und Modelleisenbahn-Fanatiker. Er braucht Geld für sein Gehirnwäsche-Therapiezentrum. Seine große Hoffnung: QUIZ. Ludwig-Maximilian ist reich. Er will aber noch reicher werden. Seine neueste Strategie: QUIZ. Shigeru Moriyama ist der beste Spieledesigner der Welt. Er hat QUIZ erfunden. Jetzt will er es wieder zerstören. QUIZ: Digitalisierungsverlierer unterhalten das Infoproletariat. QUIZ: Jede Frage hat vier Antworten. Alle sind falsch. QUIZ: Es channelt die Angst des Hans Rosenthal. QUIZ: Ein Fehler, und du bist raus. QUIZ: Nur beim Ausbrennen gibt es Kohle. QUIZ: Wenn die Gesellschaft zerbricht, hilft nur noch Zocken. "Günter Hack beizt den Lack von der Gegenwart, bis ihr Horror uns deutlich vor Augen steht. Wir kichern irre und halten, was wir sehen, für Science Fiction." (Bov Bjerg)

Falsche Versprechen

Wachstum im digitalen Kapitalismus
Author: Philipp Staab
Publisher: Hamburger Edition HIS
ISBN: 3868546758
Category: Social Science
Page: 136
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Über das Wachstumsversprechen und die Tücken des digitalen Kapitalismus Die Digitalisierung von Arbeit und Wirtschaft ist derzeit in aller Munde. Die einen verbinden mit der disruptiven Kraft digitaler Innovationen die Hoffnung auf eine neue Quelle unbegrenzten Wachstums. Andere fürchten massive Beschäftigungsverluste und eine radikale Zunahme sozialer Ungleichheit. Philipp Staab bietet eine differenzierte Analyse der Leitunternehmen des Silicon Valley, die weltweit ein spezifisches Wirtschaftsmodell propagieren. Er beschreibt dessen historische Genese, beleuchtet die Ideologie des digitalen Kapitalismus und kontrastiert diese mit den ökonomischen Imperativen in der digitalen Ökonomie. Die Unternehmenspolitik von Google, Apple, Amazon und Co. beschreibt der Autor als ökonomisches Programm, das auf die Bearbeitung einer Sollbruchstelle des gegenwärtigen Wirtschaftssystems zielt. Seit dem Ende des Fordismus kann in den hochentwickelten Ökonomien der OECD-Welt die Entwicklung des Konsums nicht mit den Produktivitätssteigerungen in der Wirtschaft Schritt halten. Der digitale Kapitalismus bildet den Versuch, die systematische Nachfrageschwäche des gegenwärtigen Wirtschaftssystems durch die Rationalisierung der Konsumtionsapparate zu tilgen. Dabei erzeugt er jedoch Widersprüche, die das Problem, zu dessen Lösung er antritt, weiter verschärfen. Der digitale Kapitalismus der Gegenwart ist von einem Konsumtionsdilemma geprägt, das die Wachstumspotenziale der Digitalisierung in ihr Gegenteil verkehren könnte. Die Verheißungen des digitalen Kapitalismus könnten sich schon bald als falsche Versprechen entpuppen..

Jäger, Hirten, Kritiker

Eine Utopie für die digitale Gesellschaft
Author: Richard David Precht
Publisher: Goldmann Verlag
ISBN: 3641230691
Category: Social Science
Page: 288
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Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Sie dekoriert noch einmal auf der Titanic die Liegestühle um. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit. Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben. Doch dafür müssen wir jetzt die Weichen stellen und unser Gesellschaftssystem konsequent verändern. Denn zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen, liegt in der Natur des Menschen. Von neun bis fünf in einem Büro zu sitzen und dafür Lohn zu bekommen nicht! Dieses Buch will zeigen, wo die Weichen liegen, die wir richtig stellen müssen. Denn die Zukunft kommt nicht - sie wird von uns gemacht! Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?

Kritische Kollektivität im Netz

Anonymous, Facebook und die Kraft der Affizierung in der Kontrollgesellschaft
Author: Carolin Wiedemann
Publisher: transcript Verlag
ISBN: 3839434033
Category: Social Science
Page: 280
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Gilles Deleuze hatte es schon 1991 prophezeit: Jedem Gesellschaftstyp seine Maschinen, den Kontrollgesellschaften die Computer. Deren kybernetische Logiken haben sich mit neuen, biopolitischen Formen des Kapitalismus verbunden. Herausgekommen ist dabei Facebook, jene Plattform, auf der die User_innen sich permanent selbst vermessen und vergleichen. Doch wodurch kann das Dispositiv von Kommodifizierung und Kontrolle unterlaufen werden? Was kann als subversiv gelten, wenn die Unterwerfung freiwillig ist und die Theorie kein intentionales Subjekt mehr kennt? Carolin Wiedemann zeigt, inwiefern ein Internet-Phänomen wie »Anonymous« Aufschluss geben kann und welche neuen Möglichkeiten für Kritik und Kollektivität sich hieraus ergeben.

Ich hasse dieses Internet. Ein nützlicher Roman


Author: Jarett Kobek
Publisher: S. Fischer Verlag
ISBN: 3104903190
Category: Fiction
Page: 368
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Zeitgeist ist sein zweiter Name: Mit rasender Energie erzählt Jarett Kobek in seinem Roman, was das Internet mit uns macht. San Francisco: Eine Gruppe von Freunden kollidiert hart mit der digitalen Gegenwart. Adeline hat nach einer unbedachten Äußerung zu Beyoncé und Rihanna einen Shitstorm am Hals, und Ellen findet sich nackt im Netz. Die Kampfzone hat sich verschoben, und wir selbst haben die Munition geliefert: Warum geben wir unsere Daten her? Machen Apple und Google zu den mächtigsten Playern der Welt? Hier ist sie endlich: Eine »raue Tirade zu Politik und Kultur, ein Aufschrei zu Macht und Gewalt in unserer globalisierten Welt« (New York Times). Für alle, die Dave Eggers ›Circle‹ und Michel Houellebecqs ›Unterwerfung‹ geliebt haben – plus eine Prise Wahnsinn obendrauf.

Automatisierung und Ausbeutung

Was wird aus der Arbeit im digitalen Kapitalismus?
Author: Matthias Martin Becker
Publisher: Promedia Verlag
ISBN: 3853718531
Category: Business & Economics
Page: 240
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Digitalisierung und Vernetzung werden die Arbeit verändern. Wenn auch fortgeschrittene Sensorik und automatisierte Datenanalyse nicht dazu taugen, die Menschen überflüssig zu machen, eignen sie sich doch dazu, ihre Arbeit zu kontrollieren. Im Verbund mit dem Internet ermöglichen diese Techniken neue Formen der Arbeitsteilung; und gegenwärtig entwickeln Unternehmen und Wissenschaftler Methoden für eine umfassende Rationalisierung. Technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Maßnahmen gehen dabei Hand in Hand. Freie Berufe in der juristischen Beratung, der ärztlichen und therapeutischen Behandlung, in Journalismus und Unterricht geraten unter Abwertungsdruck. Die durch digitale Werkzeuge erzwungene Transparenz bedeutet für viele Beschäftigte in den Büros, den Fabrik- und Lagerhallen mehr Stress, mehr Überwachung, weniger Lohn. Und nicht nur das: Der Einsatz technischer Neuerungen kann den wegen Personalabbau eintretenden Qualitätsverlust nicht ausgleichen, weshalb mehr Schund und Ramsch hergestellt wird. Was wird aus der Arbeit im 21. Jahrhundert? Matthias Martin Becker analysiert die neuen Rationalisierungsstrategien und erklärt, was sich hinter Schlagworten wie Crowdwork, Maschinenlernen, Prosument, Industrie 4.0 und Precision Farming verbirgt.

Krisenjahre und Aufbruchszeit

Alltag und Politik im französisch besetzten Baden 1945–1949
Author: Edgar Wolfrum,Peter Fäßler,Reinhard Grohnert
Publisher: Walter de Gruyter GmbH & Co KG
ISBN: 3486829947
Category: History
Page: 296
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Frankreich: "Erbfeind" oder "Erneuerer"? Die französische Besatzungspolitik von 1945 bis 1949 galt lange als Hindernis für die deutsch-französische Freundschaft. Aber das Bild muß korrigiert werden. Die französische Politik zeichnete sich bei aller Widersprüchlichkeit durch Eigenständigkeit, Originalität und durch Reformansätze aus, die sich an den Zielen von Demokratisierung, Dezentralisierung und Denazifizierung orientierten. Ein Teil der Reformen versandete jedoch, weil sie den Alltagsbedürfnissen der Bevölkerung nicht entsprachen. Dies zeigen die Autoren am Beispiel des Landes Baden. Eindringlich schildern sie, Alltag und Alltagsnot der Menschen und bringen das in Zusammenhang mit der politischen Geschichte. Die Betroffenen empfanden die französischen Vorhaben trotz überzeugender Konzepte häufig als negativ. Diese Kluft wirkte noch lange nach. Ein Beispiel ist die in der französischen Besatzungszone praktizierte Spielart der Entnazifizierung, die "auto-épuration". Sie sollte nicht schematisch, sondern unter Würdigung der individuellen Umstände die wirklich Schuldigen treffen und zugleich, da die Deutschen selbst entscheidend am Verfahren beteiligt waren, eine gründliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermöglichen. Die Art der Verwirklichung ließ die "Selbst-Reinigung" scheitern, doch die Idee kann immer noch eine gewisse Plausibilität beanspruchen. Sie war nicht die einzige Besonderheit Nachkriegsbadens innerhalb der Besatzungszonen. Manches aus der Nachkriegszeit Badens ist vergessen worden, war aber keineswegs bedeutungslos. Dieses Buch hilft mit, es wieder bewußt zu machen.

Digitale Drecksarbeit

Wie uns Facebook & Co. von dem Bösen erlösen
Author: Moritz Riesewieck
Publisher: Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 3423432667
Category: Social Science
Page: 256
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Wer entscheidet, was wir sehen? Hunderttausende Fotos und Videos werden täglich im Internet hochgeladen. Darunter massenhaft verstörende Inhalte, voller Gewalt und Pornografie. Wie ist es möglich, dass wir als normale User kaum etwas davon sehen? Algorithmen können zwar bestimme Bildinhalte identifizieren, aber nicht einordnen. Deshalb durchforsten auf den Philippinen zahllose Billiglöhner im Auftrag der Mega-Konzerne Facebook, Twitter & Co. nach geheimen Regeln das Internet. Über ihre Arbeit dürfen sie nicht sprechen. Moritz Riesewieck gelang es, Menschen zu treffen, die uns vor Gräuelbildern bewahren und dafür ihr Seelenheil opfern. Sie können die Bilder im Kopf nicht so einfach löschen. Politische Inhalte, Kunst und Satire bleiben auf der Strecke. Wie manipuliert das unsere Sicht der Welt? Riesewieck verbindet eine packende Reportage mit verblüffenden Gedanken zur Macht der Bilder.

Grüner Kapitalismus?

Klimawandel, globale Staatenkonkurrenz und die Verhinderung der Energiewende
Author: Jonas Rest
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3531940155
Category: Political Science
Page: 252
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Der Übergang zu einem grünen Kapitalismus wird von transnationalen Konzernen ebenso gefordert wie von den Regierungen führender Staaten. Dennoch scheitern die internationalen Klimakonferenzen und die CO2-Emissionen steigen weiter an. Eine Klimakatastrophe, die das Leben von Millionen Menschen bedroht, wird immer wahrscheinlicher. Die These dieses Buches: Ohne die Entmachtung der fossilen Industrien wird es keinen Übergang zu einem grünen Kapitalismus geben. Denn diese gehören zu den stärksten sowie bestorganisiertesten Kapitalgruppen und bleiben von entscheidender Relevanz für die Konkurrenzstrategien der mächtigsten Staaten.

Das neue Spiel

Strategien für die Welt nach dem digitalen Kontrollverlust
Author: Michael Seemann
Publisher: N.A
ISBN: 9783936086799
Category: Computer networks
Page: 256
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Muße – Garant für unternehmerischen Erfolg

Ihr Potenzial für Führung und die Arbeitswelt 4.0
Author: Christoph Schönfelder
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3658175249
Category: Psychology
Page: 369
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Das Buch offenbart das Potenzial der Muße im Kontext aktueller und zukünftiger Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0. Neue Führungsrollen und notwendige Kompetenzprofile werden entwickelt und vorgestellt. Die umfassende Wirkkraft der Muße wird dabei sowohl theoretisch bestimmt als auch empirisch überprüft. Das Buch entschlüsselt das Potenzial der Muße auch im Hinblick auf Innovation und die Stärkung zentraler Zukunftskompetenzen. Die Vorstellung konkreter Handlungsempfehlungen in Kombination mit zahlreichen Methoden und Instrumenten für die neuen Führungsrollen, eröffnet einen sehr praktischen und zukunftsorientierten Fokus.

Die Abschaffung der Mutter

Kontrolliert, manipuliert und abkassiert – warum es so nicht weitergehen darf
Author: Alina Bronsky,Denise Wilk
Publisher: DVA
ISBN: 3641182735
Category: Social Science
Page: 256
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Was ist das Muttersein unserer Gesellschaft wert? Eine Schwangerschaftsvorsorge, die in Entmündigung gipfelt. Geburten, bei denen es vor allem um eines geht: (Kosten-)Effizienz. Ein Wochenbett, das seinen Namen nicht mehr verdient. Stillen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit und keinesfalls zu lange. Väter, die versuchen, die bessere Mutter zu sein. Eine Politik, die alles dafür tut, Kinder so schnell wie möglich in die Krippe zu stecken. Die Verunsicherung von Müttern als Geschäftsmodell. Wertschätzung? Unterstützung? Fehlanzeige. Wer sich heute als Frau für ein Kind entscheidet, der muss verrückt sein, so könnte man meinen. Denn Mütter werden in unserer Gesellschaft zunehmend bevormundet, kleingehalten und überwacht. Jegliche Kompetenz mit dem eigenen Kind wird ihnen abgesprochen. Wer im Beruf ernstgenommen und von seinem Umfeld anerkannt werden möchte, der lässt seine Bedürfnisse als Mutter unter den Tisch fallen. Denn eines will man auf gar keinen Fall sein: eine Glucke. Schritt für Schritt vollzieht sich so die Abschaffung der Mutter. In ihrem Buch liefern Alina Bronsky und Denise Wilk eine schonungslose Analyse der Entwicklungen. Pointiert und zugespitzt schildern sie, wer die Nutznießer sind, und fragen, was sich ändern muss, damit Mütter wieder den Rückhalt bekommen, den sie verdienen.