Vom Neandertal nach Afrika

Der Streit um den Ursprung der Menschheit im 19. und 20. Jahrhundert
Author: Ellinor Schweighöfer
Publisher: Wallstein Verlag
ISBN: 3835342193
Category: History
Page: 424
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Spektakuläre Debatten um bedeutende Fossilienfunde begleiteten die Suche nach unseren Ursprüngen. Wer waren die ersten Menschen? Nachdem die Antwort darauf lange mit der Schöpfungsgeschichte verbunden war, entflammten ab Mitte des 19. Jahrhunderts neuartige Debatten. Funde menschlicher Fossilien führten zu Auseinandersetzungen über den Ursprung der Menschheit. Umkämpft war nicht nur die Frage, ob die ersten Menschen Deutsche, Engländer, Europäer oder Asiaten waren, ob schwarz oder weiß. Es ging um das Wesen des Menschen. Knochen aus dem Neandertal, von Java oder Südafrika bilden bis heute eine Projektionsfläche für das Verständnis des menschlichen Selbst. Entsprechend intensiv waren die internationalen wissenschaftlichen und öffentlichen Debatten, bis sich in den 1950er Jahren die Idee eines gemeinsamen afrikanischen Ursprungs durchsetzte. Ellinor Schweighöfer geht am Beispiel spektakulärer Funde der Suche nach dem Ursprung nach. Sie untersucht, welche Zuschreibungen die Funde auslösten und mit welchen Techniken sich wissenschaftliche Fakten etablierten. Es ist eine Wissensgeschichte, bei der viele Stimmen einbezogen werden - Wissenschaftler ebenso wie Massenmedien. So macht die Autorin auch die Wechselwirkungen zwischen Weltanschauung, Politik und Wissenschaft deutlich.

Das Theater des Anderen

Theorie und Mediengeschichte einer existenziellen Gestalt von 1800 bis heute
Author: Andreas Englhart
Publisher: transcript Verlag
ISBN: 3839424003
Category: Performing Arts
Page: 502
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Die Hölle, das sind die Anderen. Aber nicht nur: Der Andere ist Basis des Dialogs und Konflikts, der Bilder, Imaginationen und Geschichte(n). Er fundiert das Theatrale und Dramatische ebenso wie traditionelle oder avantgardistische Mediendramaturgien. Von der Spätaufklärung bis heute verfolgt Andreas Englhart die Entwicklung des Anderen, ihre Gestaltungen von Kant bis Kotzebue, von Goethe bis zu Darwin, von Schiller bis zur (Neo-)Avantgarde, von Nestroy über Brecht bis zum postdramatischen Theater. Sie grundieren das gegenwärtig weite dramaturgische Feld zwischen Jelinek und Stone, Parizek und Rau, Ostermeier und Stemann - eine postironische Ästhetik zwischen Drama und Performance, zwischen Konflikt- und Überschreitungsdramaturgie.

Der zählende Mensch

Was Emotionen mit Mathematik zu tun haben
Author: André Frank Zimpel
Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 3525315422
Category: Education
Page: 191
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Der Mensch zählt – und bildet im Zählen die Welt ab.

Monstrosität, Malformation, Mutation

von Mythologie zu Pathologie
Author: Stephanie Nestawal
Publisher: Peter Lang
ISBN: 9783631599327
Category: History
Page: 313
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Die Arbeit thematisiert die Interpretation und Okonomisierung der Monstrositat als "Missing Link" am Beispiel der Mikrozephalie und der "Hypertrichosis languinosa," wobei die ganzheitliche Erfassung des Themas im Vordergrund steht. Die interdisziplinare Interpretation wird hervorgehoben, und es verschmelzen der medizinhistorische, der medizintheoretische, der soziale und anthropologische Ansatz. Die holistische Herangehensweise macht deutlich, dass sich mit der Anthropologie als -neue- Wissenschaft die Anthropometrie als Instrument zur Menschenvermessung etabliert und somit auch Begriffe wie Norm und Abnormitat in die wissenschaftliche Diskussion einbringt. Die Hervorhebung des Normalen, des Menschlichen, das Vermessen und Klassifizieren, uberfuhrt die Monstrositat schliesslich in das -Humansystem-."

Biologismus in der Anthropologie des 19. Jahrhunderts


Author: Andrea Schikowitz
Publisher: GRIN Verlag
ISBN: 3640169158
Category: Political Science
Page: 29
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,00, Universität Wien (Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Gewalt in den internationalen Beziehungen, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der wissenschaftlichen Kritik von Biologismus kam ich das erste Mal im Rahmen des Wahlfaches „Einführung in die Sozialpsychologie“ in Berührung. Dadurch wurde mein Interesse an diesem Thema geweckt und als ich begann, darauf zu achten, entdeckte ich immer häufiger kaum verhohlene biologistische und deterministische Argumentationsweisen in den Medien und im Alltagsdiskurs. Besonders erschreckend erschien mir vor kurzem ein Beitrag in einem Boulevardmagazin im deutschen Privatfernsehen, in dem die Methoden der Physiognomik beschrieben und deren praktische Anwendung zur Beurteilung von Menschen angeregt wurden. Dass derartiges heute noch ernst genommen und so unreflektiert verbreitet wird, machte mich von neuem darauf aufmerksam, wie anfällig unsere Gesellschaft auch heute noch für so gefährliches „Gedankengut“ ist. In mehreren Seminaren über Wissenschaftssoziologie wurde auch über die Gefahren der Wissenschaft und ihrer unreflektierten Rezeption gesprochen. Wie gefährlich als Wissenschaft verpackte Vorurteile in Wechselwirkung mit der Politik sein können, zeigt sich an zahllosen Beispielen - von Militär-Technologie bis zu Gesellschaftspolitik. Biologismus in seinen verschiedenen Formen war und ist meiner Meinung nach dafür ein besonders plakatives Beispiel, weil er Wissenschaftlichkeit vorgaukelt, um bestimmte politische und soziale Maßnahmen zu legitimieren. 1.2. Fragestellung und Arbeitsplan In der vorliegenden Arbeit möchte ich versuchen, die (wissenschaftliche) Entwicklung biologistischer Erklärungsansätze in der Anthropologie des 19. Jahrhunderts nachzuvollziehen und damit die ideologischen Grundlagen dieser Denkweise aufzuzeigen. Dabei möchte ich besonders darauf eingehen, wie die Arbeiten biologistischer Wissenschaftler politisch als Waffen gegen Minderheiten verwendet wurden und so die Gefahren und die immanente Gewalt derartiger Ansätze offen legen. Durch die Bewusstwerdung der Argumentationsstrategien, der falschen Prämissen und verwandter Denkmuster soll die Sensibilität in Bezug auf biologische Determiniertheit geschärft werden und in einigen kurzen Beispielen auf aktuelle Fälle angewendet werden. Die konkrete Frage, die ich daher in der vorliegenden Arbeit stellen möchte lautet: Wie kann biologistisches Denken politisch als Waffe eingesetzt werden?

Was ist Intelligenz?


Author: Joachim Funke,Bianca Vaterrodt
Publisher: C.H.Beck
ISBN: 9783406418884
Category:
Page: 126
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Beschreibunng des derzeitigen Stands in der Intelligenzforschung, Erläuterung der Vorgehensweisen der wichtigsten Intelligenztests und Verweis auf die besonderen kulturellen und gesellschaftspolitischen Dimensionen dieses Begriffes und seiner Definitionen.

Sigmund Freuds »Totem und Tabu« in Mosambik

Eine psychologie-historische Studie
Author: Hannes Stubbe
Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht
ISBN: 3899716450
Category: Psychology
Page: 151
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Reihe Kölner Beiträge zur Ethnopsychologie und Transkulturellen Psychologie - Band Sonderband 001.

Wissenschafts- und Erkenntnistheorie

Eine Einführung für Psychologen und Humanwissenschaftler
Author: Jürgen Kriz,Helmut Lück,Horst Heidbrink
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 366311869X
Category: Social Science
Page: 280
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Fälscher, Schwindler, Scharlatane

Betrug in Forschung und Wissenschaft
Author: Heinrich Zankl
Publisher: John Wiley & Sons
ISBN: 3527641394
Category: Science
Page: 302
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Jetzt als Sonderausgabe! Kennen Sie den Mogelfaktor? Gibt es diesen etwa auch in der hehren Forschung? Ja, und er perfektionierte beispielsweise die Ergebnisse vom ehrenwehrten Sir Isaac Newton. Er kreierte auch Laborbuchnotizen für den Kardiologen Darsee und transferierte auf magische Weise Bakterienstämme von einem Universitätslabor in das Labor der Firma Genentech. Selbst fiktive Mitarbeiterinnen erschuf der Mogelfaktor, die für den Zwillingsforscher Cyril Burt ebenso fiktive Zwillingsstudien durchführten; und diese beeinflussten noch jahrelang die Intelligenzforschung auf der ganzen Welt! Heinrich Zankl hat alte und neue Skandale in den Geistes- und Naturwissenschaften überzeugend recherchiert und zu einem Geflecht aus wertvoller Information und guter Unterhaltung verwoben. Dieses Buch erzählt viele Geschichten, beispielsweise die eines Nobelpreises, der an die Falschen verliehen wurde, von der Unterdrückung von Kritikern und sogar von einem Wissenschaftsbetrüger, der vom Bundesverfassungsgericht geschützt wird. Manche Aspekte sind dabei so grotest, dass sich kein Leser das Schmunzeln verkneifen kann. Ein Lesevergnügen, nicht nur für Wissenschaftler.

Grundlagen der statistischen Datenanalyse

Eine Einführung für Politikwissenschaftler
Author: Joachim Behnke,Nathalie Behnke
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 9783531145761
Category: Political Science
Page: 402
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Mit Ergebnissen empirischer Forschung, die in Kennwerten, Grafiken und Tabellen aufbereitet sind, kritisch und kompetent umgehen zu können, ist heute für Politologinnen und Politologen in Studium und Forschung eine unverzichtbare Voraussetzung. Diese kritische Lesekompetenz wird auch als "Statistical Literacy" bezeichnet. Dieses Buch vermittelt die "Statistical Literacy", indem es die Leser an ein echtes Verständnis der Annahmen und Vorgehensweisen in der Statistik herangeführt. Große Teile des Buches sind der Erläuterung und Einübung theoretischer Grundlagen gewidmet, wie der Messtheorie, der Argumentenlogik oder der Wahrscheinlichkeitstheorie. Die Idee hinter diesem didaktischen Konzept ist, dass ein Verständnis dafür, wie und warum bestimmte Ergebnisse zustande kommen, auch die Kritikfähigkeit erhöht. Zugleich ermöglicht ein solches Verständnis auch, über die reine Lesefähigkeit hinaus, eigene statistische Auswertungen problemadäquat durchzuführen. Die beiden Autoren haben dieses Buch aus ihrer eigenen Lehrerfahrung heraus in mehrjähriger Arbeit geschrieben und das didaktische Konzept gezielt für die Bedürfnisse der Politikwissenschaft entwickelt. Die CD zum Buch erweitert die Möglichkeiten zur autodidaktischen Aneignung der statistischen Verfahren durch eine praxisorientierte Einführung in die Statistik-Software SPSS. Beispiele und vertiefende Exkurse runden das Buch zu einem fundierten und zugleich praxisnahen Lehr- und Nachschlagewerk ab, das für Studierende und Forschende gleichermaßen geeignet ist.

Propaganda

Konzepte und Theorien
Author: Thymian Bussemer
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 9783810042019
Category: Forschung
Page: 442
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Tanz, Theorie, Text


Author: Gabriele Klein,C. Zipprich
Publisher: LIT Verlag Münster
ISBN: 9783825859015
Category: Dance
Page: 634
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Illusion Fortschritt

die vielfältigen Wege der Evolution
Author: Stephen Jay Gould
Publisher: N.A
ISBN: 9783596146420
Category:
Page: 287
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Klüger als wir?

Auf dem Weg zur Hyperintelligenz
Author: Thomas Grüter
Publisher: Springer-Verlag
ISBN: 3827426499
Category: Psychology
Page: 346
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Können wir klüger werden, als wir heute schon sind? Und wie wäre dies zu erreichen? Ist es überhaupt erstrebenswert? Die Verbesserung der Intelligenz mit chemischen und technischen Mitteln, das sogenannte „Neuro-Enhancement“, wird zur Zeit viel diskutiert. Der Arzt und Hirnforscher Thomas Grüter untersucht, was Intelligenz eigentlich ist, wie man sie misst und welche Bedeutung sie für die Evolution des Menschen hat. Er übt auf wissenschaftlich fundierter Basis deutliche Kritik an der oft unreflektiert geführten Diskussion über das Neuro-Enhancement und erklärt, warum die vorgeschlagenen Methoden nicht zum Ziel führen können.

Im Irrgarten der Intelligenz

Ein Idiotenführer
Author: Hans Magnus Enzensberger
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518734156
Category: Fiction
Page: 59
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Intuitiv heftet man Freunden oder Kollegen schnell den semantischen Orden »hochintelligent« ans Revers, Intelligenz gilt neben Flexibilität und Teamfähigkeit als Kardinaltugend der Gegenwart. Wenn der subjektiv plausible Befund jedoch objektiviert werden soll, stößt man auf seltsame geometrische Figuren, Zahlenreihen und Listen mit Tieren, von denen eines angeblich nicht zu den anderen paßt. In seinem Essay setzt sich Hans Magnus Enzensberger mit der Geschichte und den Tücken der Verfahren auseinander, mit denen Psychologen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an der Vermessung der Intelligenz arbeiten. Er kommt zu dem Ergebnis: »Wir sind eben nicht intelligent genug, um zu wissen, was intelligent ist.«