Dark Ghettos

Injustice, Dissent, and Reform
Author: Tommie Shelby
Publisher: Harvard University Press
ISBN: 0674970500
Category: Philosophy
Page: 340
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Why do American ghettos persist? Scholars and commentators often identify some factor—such as single motherhood, joblessness, or violent street crime—as the key to solving the problem and recommend policies accordingly. But, Tommie Shelby argues, these attempts to “fix” ghettos or “help” their poor inhabitants ignore fundamental questions of justice and fail to see the urban poor as moral agents responding to injustice. “Provocative...[Shelby] doesn’t lay out a jobs program or a housing initiative. Indeed, as he freely admits, he offers ‘no new political strategies or policy proposals.’ What he aims to do instead is both more abstract and more radical: to challenge the assumption, common to liberals and conservatives alike, that ghettos are ‘problems’ best addressed with narrowly targeted government programs or civic interventions. For Shelby, ghettos are something more troubling and less tractable: symptoms of the ‘systemic injustice’ of the United States. They represent not aberrant dysfunction but the natural workings of a deeply unfair scheme. The only real solution, in this way of thinking, is the ‘fundamental reform of the basic structure of our society.’” —James Ryerson, New York Times Book Review

Tod und Leben großer amerikanischer Städte


Author: Jane Jacobs
Publisher: Birkhäuser
ISBN: 3035602123
Category: Architecture
Page: 220
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In The Death and Life of Great American Cities durchleuchtet Jane Jacobs 1961 die fragwürdigen Methoden der Stadtplanung und Stadtsanierung in Amerika, der "New Yorker" nannte es das unkonventionellste und provozierendste Buch über Städtebau seit langem. Die deutsche Ausgabe wurde schnell auch im deutschsprachigem Raum zu einer viel gelesenen und diskutierten Lektüre. Sie ist jetzt wieder in einem Nachdruck zugänglich, mit einem Vorwort von Gerd Albers (1993), das nach der Aktualität dieser Streitschrift fragt.

Israel ist umgezogen


Author: Diana Pinto
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3633730583
Category: Political Science
Page: 238
View: 9462

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Israel ist umgezogen – weg von den feindseligen Nachbarn und dem alten, vergeblichen Traum eines säkularen Zionismus, hin zu einem Land der boomenden High-Tech-Industrie, das in der archaischen Vergangenheit seine Zukunft neu entwirft, weltläufig, ethnisch abgeschottet und geprägt von der politischen Agenda der Religiösen. Dana Pinto zeigt Israel auf dem Weg in einen autistischen Ultramodernismus, der die Probleme des jüdischen Staates zu lösen versucht, indem er sie überspringt. »Israel ist umgezogen« ist ein kritisches Buch über Israel, entstanden aus Liebe zu einem Land, das sich dringend fragen muß, wohin die Reise geht. Die Beziehungen zu den alten Partnern in Europa und den USA verlieren mehr und mehr an Gewicht, und weder die Erinnerung an die Shoah noch der traditionelle zionistische Gründungskonsens sind länger Eckpfeiler des israelischen Selbstverständnisses. Die eigene Zukunft sieht das Land eher in der boomenden Hightech-Industrie mit starker Orientierung an China und in der Wiederverwurzelung in einer archaischen Vergangenheit – dank des Internets weltläufig und entgrenzt, zugleich ethnisch abgeschottet und politisch geprägt von den Vorstellungen der Nationalreligiösen und Ultraorthodoxen. In Form eines Reiseberichtes legt Dana Pinto das konzise Porträt eines Landes im Umbruch vor. In Gesprächen mit säkularen und orthodoxen, jüdischen und arabischen Israelis und in Beobachtungen, in denen sie die kleinsten Alltagsszenen gekonnt mit den Mitteln des engagierten Essays darstellt, gelingt es der Autorin zugleich, Hoffnung zu wecken für eine Zukunft jenseits der Gewalt.

Die weltweite Ungleichheit

Der World Inequality Report 2018
Author: Facundo Alvaredo,Lucas Chancel,Thomas Piketty,Emmanuel Saez,Gabriel Zucman
Publisher: C.H.Beck
ISBN: 3406723861
Category: Business & Economics
Page: 456
View: 5755

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Mit seinem Weltbestseller «Das Kapital im 21. Jahrhundert» hat Thomas Piketty eine heftige Kontroverse über die wachsende Ungleichheit in den westlichen Gesellschaften und deren Ursachen ausgelöst. Nun folgt der «World Inequality Report» – der gründlichste und aktuellste Bericht zur Lage der weltweiten Ungleichheit. Ein junges Team von Ökonomen, zu dem auch Piketty gehört, legt darin Fakten und Analysen vor, die ganz klar zeigen: Fast überall auf der Welt nimmt die Ungleichheit dramatisch zu. 1980 verdienten in den USA die unteren 50 Prozent der Lohnskala 21 Prozent des gesamten nationalen Einkommens, während das oberste 1 Prozent 11 Prozent des gesamten Einkommens mit nach Hause nahm. Doch dieser gewaltige Spagat hat sich heute sogar noch umgekehrt: Während die untersten 50 Prozent nur noch 13 Prozent des Einkommens nach Hause bringen, sichert sich das oberste 1 Prozent mehr als 20 Prozent des gesamten Einkommens. Diesen Trend zunehmender ökonomischer Ungleichheit gibt es nicht nur in den USA, sondern nahezu überall auf der Welt. Er wirkt wie eine bedrohliche kapitalistische Urgewalt, gegen die sich im Zeitalter von Globalisierung und Beschleunigung nichts ausrichten lässt. Der «World Inequality Report» zeigt, dass dies nicht stimmt. Wir können und müssen etwas gegen diesen Trend unternehmen – und eine starke Demokratie mit klaren Spielregeln für die Marktwirtschaft kann dies bewirken.

Fremde in unserer Mitte

Politische Philosophie der Einwanderung
Author: David Miller
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518754262
Category: Philosophy
Page: 330
View: 6610

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Das Thema Einwanderung wirft gewichtige gesellschaftspolitische, moralische und ethische Fragen auf, die seit einiger Zeit im Zentrum intensiver Debatten stehen. Der renommierte britische Philosoph David Miller verteidigt in seinem Buch eine Position zwischen einem starken Kosmopolitismus, der für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit und offene Grenzen plädiert, und einem blinden Nationalismus, der oft in pauschale Ausländerfeindlichkeit und dumpfen Rassismus umschlägt. In ständiger Auseinandersetzung mit Gegenargumenten entwickelt er seinen Standpunkt, der die Rechte sowohl der Immigranten als auch der Staatsbürger berücksichtigen soll – und einen schwachen Kosmopolitismus ebenso einschließt wie das Recht von Nationalstaaten, ihre Grenzen zu kontrollieren. Ziel von Millers Ausführungen ist eine Immigrationspolitik liberaler Demokratien, die so gerecht ist wie möglich und so realistisch wie nötig. Ein beeindruckend präzise und nüchtern argumentierendes Buch, das zum Nachdenken anregt und zum Widerspruch reizt.

Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral


Author: Michael Tomasello
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 351874822X
Category: Psychology
Page: 282
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Die Evolution des menschlichen Moralbewusstseins gehört zu den großen Rätseln der Wissenschaft. Es hat die Phantasie von Generationen von Forschern beflügelt, zahlreiche Theorien liegen auf dem Tisch, aber die Frage »Woher kommt die Moral?« ist nach wie vor offen. In Fortschreibung seiner faszinierenden Naturgeschichte des Menschen legt nun Michael Tomasello eine Antwort vor. Gestützt auf jahrzehntelange empirische Forschungen, rekonstruiert er die Entstehung des einzigartigen menschlichen Sinns für Werte und Normen als einen zweistufigen Prozess. Dieser beginnt vor einigen hunderttausend Jahren, als die frühen Menschen gemeinsame Sache machen mussten, um zu überleben; und er endet beim modernen, ultrakooperativen homo sapiens sapiens, der beides besitzt: Eine Moralität der zweiten Person, die unseren Umgang mit dem je einzelnen Gegenüber prägt, und eine gruppenbezogene »objektive« Moral, die sagt, was hier bei »uns« als gut oder gerecht gilt. In der Tradition von Mead, Kohlberg und Piaget zeigt Tomasello außerdem, wie sich die individuelle Moralentwicklung in einer bereits normengesättigten Welt vollzieht. Und so ist Eine Naturgeschichte der menschlichen Moral der derzeit wohl umfassendste Versuch zu verstehen, wie wir das geworden sind, was nur wir sind: genuin moralische Wesen.

Nikotin


Author: Nell Zink
Publisher: Rowohlt Verlag GmbH
ISBN: 3644000654
Category: Fiction
Page: 400
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Nell Zink, listige Humoristin und Autorin des fulminanten, von der Kritik gefeierten Debüts «Der Mauerläufer», nimmt in ihrem neuen Roman das gespaltene Amerika aufs Korn. Penny Baker, soeben mit dem College fertig, jetzt arbeitslos und zudem durch den kürzlichen Tod ihres Vaters neben der Spur, beschließt, erst mal dessen verfallendes Elternhaus in Jersey City zu renovieren, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Doch Überraschung: Sie findet es besetzt von ein paar netten, noch rauchenden Anarchisten, die ihrer WG den Namen «Nicotine» verpasst haben. Erster Eindruck: «Als hätte man ungefragt einen Haufen Bettwanzen, die immerhin den Abwasch machen.» Mit der Zeit jedoch geben ihr die Bewohner und andere Hausbesetzer aus der Nachbarschaft einen Sinn für Zugehörigkeit und Gemeinschaft, den Penny dringend braucht, und bald zieht sie nebenan ein und engagiert sich in den politischen Kämpfen der Besetzer. Nur hat der Rest der Familie andere Pläne: Ihre Mutter und ihr spießiger Halbbruder, dem sie noch nie ganz grün war, würden die jungen Chaoten am liebsten von der Polizei räumen lassen. Doch Penny nimmt den Kampf für sie auf – vor allem für Rob, den aus Überzeugung asexuell lebenden Mann, in den sie sich verliebt hat. Dies ist ein Roman über den Kampf zwischen Habenichtsen und Immer-mehr-Wollern, zwischen Idealismus und Pragmatismus – ein Buch über Amerika heute, das kaum witziger, böser, klüger sein könnte.

Zoopolis

Eine politische Theorie der Tierrechte
Author: Sue Donaldson,Will Kymlicka
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518734326
Category: Nature
Page: 608
View: 9894

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Massentierhaltung, Fleischskandale, Tierversuche – unser Umgang mit Tieren ist längst kein Nischenthema mehr, für das sich lediglich Aktivisten oder Ethiker interessieren, sondern steht im Fokus breiter öffentlicher Debatten. Allerdings konzentrieren sich die Diskussionen zumeist auf Fragen der Moral, darauf, welche moralischen Rechte und Interessen wir Tieren aufgrund ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten – zum Beispiel Schmerzen zu empfinden – zuschreiben müssen und welche moralischen Pflichten sich daraus für uns ergeben. Sue Donaldson und Will Kymlicka gehen weit darüber hinaus und behaupten, dass Tiere auch politische Rechte haben. Im Rückgriff auf avancierte Theorien der Staatsbürgerschaft argumentieren sie dafür, ihnen neben unverletzlichen Grundrechten einen je gruppenspezifischen politischen Status zuzusprechen. Das heißt konkret: Bürgerrechte für domestizierte Tiere, Souveränität für Gemeinschaften von Wildtieren sowie ein »Stammgastrecht« für jene, die zwar nicht domestiziert sind, aber in unmittelbarer Nachbarschaft zu uns leben. »Zoopolis« macht auf so kluge wie eindringliche Weise ernst mit der Tatsache, dass wir mit den Tieren untrennbar verbunden sind. Elegant und keineswegs nur für Spezialisten geschrieben, entwirft es eine neue, folgenreiche Agenda für das künftige Zusammenleben mit diesen Geschöpfen, denen wir mehr schulden als unser Mitleid. Das Tier, so sagt dieses Buch, ist ein genuin politisches Wesen. Wir schulden ihm auch Gerechtigkeit.

Time for Change

Wie ich meiner Tochter die Wirtschaft erkläre
Author: Yanis Varoufakis
Publisher: Carl Hanser Verlag GmbH Co KG
ISBN: 3446445250
Category: Political Science
Page: 180
View: 8436

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In "Time for Change" entfaltet Yanis Varoufakis die Grundlagen seines Denkens – indem er seiner Tochter in allgemeinverständlicher Sprache die Welt der Wirtschaft erklärt. Behutsam, Schritt für Schritt und doch voller Leidenschaft bringt er ihr und uns seine kritische Perspektive auf die europäische Finanzpolitik nahe.

Existenzweisen

Eine Anthropologie der Modernen
Author: Bruno Latour
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518737376
Category: Social Science
Page: 600
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Vor zwanzig Jahren hatte der französische Soziologe und Philosoph Bruno Latour konstatiert: »Wir sind nie modern gewesen«, und sich an einer »symmetrischen Anthropologie« jenseits der Trennung von Natur und Kultur versucht. Nun legt er sein zweites Hauptwerk vor, das dieses faszinierende Projekt mit einer »Anthropologie der Modernen« fortschreibt und den verschiedenen Existenzweisen von Wissenschaft, Technologie, Recht, Religion, Wirtschaft und Politik in der modernen Welt nachspürt. Ein großes Panorama der Modi moderner Existenz. Latour setzt für dieses Projekt bei der globalen Verflechtung aller Lebensbereiche an, die heute nicht zuletzt am Problem des Klimawandels sichtbar wird. Zugleich zeigt sich aber an diesem Problem auch, dass es verschiedene Handlungssphären gibt, die jeweils eigene Existenzweisen besitzen: Politiker, die sich mit dem Klimaproblem befassen, sind eben keine Wissenschaftler, die Klimaforschung betreiben, und Unternehmer orientieren sich zunächst an den Maßgaben der Wirtschaftlichkeit; wissenschaftliche Ergebnisse werden daher nicht einfach in politische und ökonomische Handlungen übersetzt. Dennoch sind für Latour diese verschiedenen Existenzmodi nicht unabhängig voneinander, sondern durchdringen einander und kreieren gemeinsam Probleme, die es in der Folge auch gemeinsam zu lösen gilt. Es bedarf daher einer neuen Form der »Diplomatie«, die zwischen den einzelnen Existenzweisen vermittelt. Nicht weniger als die Zukunft unseres Planeten steht auf dem Spiel und nicht weniger als eine solche diplomatische Vermittlung versucht dieses grundlegende und wegweisende Buch zu leisten. Auf dass wir endlich modern werden!

Die Abstiegsgesellschaft

Über das Aufbegehren in der regressiven Moderne
Author: Oliver Nachtwey
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518736272
Category: Political Science
Page: 200
View: 2674

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Die Möglichkeit des sozialen Aufstiegs war eines der zentralen Versprechen der »alten« BRD – und tatsächlich wurde es meistens eingelöst: Aus dem Käfer wurde ein Audi, aus Facharbeiterkindern Akademiker. Mittlerweile ist der gesellschaftliche Fahrstuhl stecken geblieben: Uniabschlüsse bedeuten nicht mehr automatisch Status und Sicherheit, Arbeitnehmer bekommen immer weniger ab vom großen Kuchen. Oliver Nachtwey analysiert die Ursachen dieses Bruchs und befasst sich mit dem Konfliktpotenzial, das dadurch entsteht: Selbst wenn Deutschland bislang relativ glimpflich durch die Krise gekommen sein mag, könnten auch hierzulande bald soziale Auseinandersetzungen auf uns zukommen, die heute bereits die Gesellschaften Südeuropas erschüttern.

We were eight years in power

Eine amerikanische Tragödie
Author: Ta-Nehisi Coates
Publisher: Hanser Berlin
ISBN: 3446259805
Category: Political Science
Page: 416
View: 1790

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Mit Barack Obama sollte die amerikanische Gesellschaft ihren jahrhundertealten Rassismus überwinden. Am Ende seiner Amtszeit zerschlugen sich die Reste dieser Hoffnung mit der Machtübernahme Donald Trumps, den Ta-Nehisi Coates als "Amerikas ersten weißen Präsidenten" bezeichnet: ein Mann, dessen politische Existenz in der Abgrenzung zu Obama besteht. Coates zeichnet ein bestechend kluges und leidenschaftliches Porträt der Obama-Ära und ihres Vermächtnisses – ein essenzielles Werk zum Verständnis der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der USA, von einem Autor, dessen eigene Geschichte jener acht Jahre von einem Arbeitsamt in Harlem bis ins Oval Office führte, wo er den Präsidenten interviewte.

Wayward Lives, Beautiful Experiments: Intimate Histories of Social Upheaval


Author: Saidiya Hartman
Publisher: W. W. Norton & Company
ISBN: 0393285685
Category: Social Science
Page: 304
View: 6684

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A breathtaking exploration of the lives of young black women in the early twentieth century. In Wayward Lives, Beautiful Experiments, Saidiya Hartman examines the revolution of black intimate life that unfolded in Philadelphia and New York at the beginning of the twentieth century. Free love, common-law and transient marriages, serial partners, cohabitation outside of wedlock, queer relations, and single motherhood were among the sweeping changes that altered the character of everyday life and challenged traditional Victorian beliefs about courtship, love, and marriage. Hartman narrates the story of this radical social transformation against the grain of the prevailing century-old argument about the crisis of the black family. In wrestling with the question of what a free life is, many young black women created forms of intimacy and kinship that were indifferent to the dictates of respectability and outside the bounds of law. They cleaved to and cast off lovers, exchanged sex to subsist, and revised the meaning of marriage. Longing and desire fueled their experiments in how to live. They refused to labor like slaves or to accept degrading conditions of work. Beautifully written and deeply researched, Wayward Lives recreates the experience of young urban black women who desired an existence qualitatively different than the one that had been scripted for them—domestic service, second-class citizenship, and respectable poverty—and whose intimate revolution was apprehended as crime and pathology. For the first time, young black women are credited with shaping a cultural movement that transformed the urban landscape. Through a melding of history and literary imagination, Wayward Lives recovers their radical aspirations and insurgent desires.

A Duty to Resist

When Disobedience Should Be Uncivil
Author: Candice Delmas
Publisher: Oxford University Press
ISBN: 0190872209
Category: Philosophy
Page: 288
View: 8347

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What are our responsibilities in the face of injustice? How far should we go to fight it? Many would argue that as long as a state is nearly just, citizens have a moral duty to obey the law. Proponents of civil disobedience generally hold that, given this moral duty, a person needs a solid justification to break the law. But activists from Henry David Thoreau and Mohandas Gandhi to the Movement for Black Lives have long recognized that there are times when, rather than having a duty to obey the law, we have a duty to disobey it. Taking seriously the history of this activism, A Duty to Resist wrestles with the problem of political obligation in real world societies that harbor injustice. Candice Delmas argues that the duty of justice, the principle of fairness, the Samaritan duty, and political association impose responsibility to resist under conditions of injustice. We must expand political obligation to include a duty to resist unjust laws and social conditions even in legitimate states. For Delmas, this duty to resist demands principled disobedience, and such disobedience need not always be civil. At times, covert, violent, evasive, or offensive acts of lawbreaking can be justified, even required. Delmas defends the viability and necessity of illegal assistance to undocumented migrants, leaks of classified information, distributed denial-of-service (DDoS) attacks, sabotage, armed self-defense, guerrilla art, and other modes of resistance. There are limits: principle alone does not justify law breaking. But uncivil disobedience can sometimes be not only permissible but required in the effort to resist injustice.

Rethinking Racial Justice


Author: Andrew Valls
Publisher: Oxford University Press
ISBN: 019086057X
Category: Political Science
Page: 272
View: 7071

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The racial injustice that continues to plague the United States couldn't be a clearer challenge to the country's idea of itself as a liberal and democratic society, where all citizens have a chance at a decent life. Moreover, it raises deep questions about the adequacy of our political ideas, particularly liberal political theory, to guide us out of the quagmire of inequality. So what does justice demand in response? What must a liberal society do to address the legacies of its past, and how should we aim to reconceive liberalism in order to do so? In this book, Andrew Valls considers two solutions, one posed from the political right and one from the left. From the right is the idea that norms of equal treatment require that race be treated as irrelevant--in other words, that public policy and political institutions be race-blind. From the left is the idea that race-conscious policies are temporary, and are justifiable insofar as they promote diversity. This book takes issue with both of these sets of views, and therefore with the constricted ways in which racial justice is debated in the United States today. Valls argues that liberal theory permits, and in some cases requires, race-conscious policies and institutional arrangements in the pursuit of racial equality. In doing so, he aims to do two things: first, to reorient the terms of racial justice and, secondly, to make liberal theory confront its tendency to ignore race in favor of an underspecified commitment to multiculturalism. He argues that the insistence that race-conscious policies be temporary is harmful to the cause of racial justice, defends black-dominated institutions and communities as a viable alternative to integration, and argues against the tendency to subsume claims for racial justice, particularly as they regard African Americans, under more general arguments for diversity.

Der Skandal der Vielfalt

Geschichte und Konzepte des Multikulturalismus
Author: Volker Heins
Publisher: Campus Verlag
ISBN: 3593399695
Category: Social Science
Page: 205
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Der Bau von Moscheen, das Tragen von Kopftüchern in Schulen, das jüdische und muslimische Beschneidungsritual - in den Debatten, die erregt über diese Praktiken geführt werden, erscheinen "fremde" Kulturen und Religionen oft als bedrohend, ja skandalös. Dieser Haltung steht das politische Konzept des Multikulturalismus gegenüber, das für Schutz und Anerkennung kultureller Unterschiede durch Staat und Gesellschaft eintritt. In der politischen Theorie wie in der breiten Öffentlichkeit löst dieser Ansatz heute aber vielfach Unbehagen aus. Der Sozialwissenschaftler Volker M. Heins, der viele Jahre in Kanada, den USA, Israel und Indien gelebt hat, fragt nach den Ursachen dieses Unbehagens. In seinem gut lesbaren Überblick über die internationale Multikulturalismusdebatte zeichnet er die Fortschritte und Rückschläge bei der Auseinandersetzung nach, die in den letzten Jahrzehnten über kulturelle Vielfalt geführt wurde. Seine These lautet, dass der Streit um den Multikulturalismus - um religiöse Symbole, Sprachkompetenz von Migranten, Import internationaler Konflikte, Chancen auf dem Arbeitsmarkt - grundlegende Fragen von Identität, Differenz und Solidarität berührt, die weder im Nationalstaat noch im vereinten Europa gelöst worden sind.

Gerechtigkeit für Igel


Author: Ronald Dworkin
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518780204
Category: Philosophy
Page: 813
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»Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel weiß eine große Sache.« Der griechische Dichter Archilochos hat diesen Satz formuliert, Isaiah Berlin hat ihn mit seinem Tolstoi-Essay berühmt gemacht. Aber was ist diese »eine große Sache«? Ronald Dworkin liefert eine Antwort: Es sind Werte in all ihren Erscheinungsformen. Wenn wir verstehen wollen, was Wahrheit und Schönheit sind, was dem Leben Sinn verleiht, was die Moral fordert und die Gerechtigkeit verlangt, so müssen wir der Spur jener moralischen Einstellungen nachgehen, die menschliches Denken, Fühlen und Handeln durchdringen und zu einer Einheit formen. »Gerechtigkeit für Igel« ist eines jener Bücher, wie es sie in Zeiten der Füchse – der Spezialisten und Skeptiker – immer seltener gibt: eines, das aus einem einzigen Prinzip eine ganze Welt erklären und zugleich Orientierung geben möchte.

Politische Emotionen

Warum Liebe für Gerechtigkeit wichtig ist
Author: Martha C. Nussbaum
Publisher: Suhrkamp Verlag
ISBN: 3518737422
Category: Philosophy
Page: 596
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Wie viel Gefühl verträgt eine Gesellschaft, die nach Gerechtigkeit strebt? Nicht viel, könnte man meinen und auf die Gefahren politischer Instrumentalisierung von Ängsten und Ressentiments verweisen. Emotionen, so eine verbreitete Ansicht, setzen das Denken außer Kraft und sollten deshalb keine Rolle spielen. Martha C. Nussbaum hingegen behauptet: um der Gerechtigkeit politisch zur Geltung zu verhelfen, bedarf es nicht nur eines klaren Verstandes, sondern auch einer positiv-emotionalen Bindung der Bürgerinnen und Bürger an die gemeinsame Sache. Manche sprechen von Hingabe, Nussbaum nennt es Liebe. Sie zeigt, welche Ausdrucksformen diese und verwandte politische Emotionen annehmen können und wie sie sich kultivieren lassen.